3.Tag, Mittwoch 7.Mai

Bei bestem Wetter begannen wir den längsten und härtesten Tag der Kampagne. Die Base mussten wir unbeaufsichtigt stehen lassen, weil wir jede Hand brauchten. Wir beschlossen in kürzeren Abschnitten zu arbeiten, damit die Strecke zur Base nicht allzu groß wurde und wir im Falle eines Falles (Akkuwechsel, Fremdinteresse) relativ schnell zurückkehren konnten. Sonja ging mit dem Rover vornweg, steckte die 50m-Stationen ab und nahm das Gelände auf. Mein Part war es, die 6cm-Palisaden, die unser AG als Vermarkung besorgt hatte, mit dem Vorschlaghammer einzuschlagen und mit Farbe anzusprühen. Der Bauleiter folgte mit dem Material im Geländewagen nach und beschriftete die Pflöcke mit der Station. Die letzten 1000m musste ich dann mit dem Bauleiter tauschen, weil sich meine rechte Handfläche vom extra angerauhten Stil des Hammers so langsam auflöste. Nach 13 Stunden hatten wir den Außendienst hinter uns. Sonja übernahm es, die Urgeländeaufnahme noch auszuwerten während ich wie tot in's Bett fiel. Gegen Mitternacht (?) wurde ich durch ein Rascheln geweckt, weil Sonja einen Zettel samt USB-Stick unter der Tür in mein Zimmer schieben wollte. Sie hatte einen Längsschnitt durch unsere Geländeaufnahme gelegt und mit der geplanten Gradiente verglichen. Dabei war sie auf eine Höhendifferenz von ca. 20 Metern gestoßen. D.h. die Planung lag im Schnitt 20m höher als das aufgenommene Gelände. Was war faul? Die erkämpften Passpunkte waren zwar nicht vom Feinsten, einer hatte schon gelitten und im Norden fehlte uns eigentlich noch einer mit Höhe, aber solche Auswirkungen konnten die kleinen Mängel nicht haben.