4.Tag, Donnerstag 8.Mai

Da unsere Ergebnisse vom Vortag geradezu nach Aufklärung schrien, mussten wir noch vor der Abreise alles prüfen und festklopfen, was möglich war. Ein weiterer Ortstermin war nicht geplant. Da der Bauleiter an diesem Tag eine andere Aufgabe hatte, hatten wir den Offroader für uns und konnten noch die Anschlüsse an das vorhandene Verkehrsnetz aufnehmen und unsere Transformationen mit weiteren Passpunkten prüfen. Das Ergebnis änderte sich nicht. Planung und vorhandenes Gelände passten nicht zueinander bzw. die Planung passte nicht zum Festpunktfeld. Nachfolgende Auswertungen haben noch ergeben, dass der Versatz noch nicht einmal konstant war, sondern eine Schräge. Was eigentlich die Ursache dafür war, haben wir nie erfahren. Wir glauben, dass es vor Ort Leute gab, die das Ergebnis unserer Kampagne vorher kannten und einer davon reichte uns in der Gemeindeverwaltung möglicherweise zum Abschied die Hand wünschte auf deutsch "Viel Erfolg". Unsere Messung wurde durch die nachfolgende Messung eines rumänischen Büros bestätigt. Am Abend hatten wir uns dann doch ein wenig von der Anspannung der vorhergehenden Tage gelöst und ein leichtes LMAA-Gefühl hatte uns erfasst. Wir hatten getan was wir konnten und unter den gegebenen Bedingungen einen Job mit maximalem Einsatz professionell durchgezogen. An dieser Stelle die eMail von Sonja von diesem Tage, da sie am Vortage aus verständlichen Gründen keine geschrieben hatte.

Weinberg gemietet, Fässer reserviert - bereit zum Bau einer Hochstraße

Donnerstag ist live-Musik- Tag im Hotel - wir haben uns noch nie so gut verstanden. Denn wenn man nur gestikulieren kann, ist es egal in welcher Sprache. Das Restaurant ist ziemlich klein, aber die 3Mannband kam mit Verstärker, Funkgeige, Mikro und Keybord. Es war ohrenbetäubend und nur mit hin- und her schunkeln auszugleichen. Aber noch besser wurde es, als die Gäste das Mikro bekamen und von einem Zettel den Text des Liedes absingen konnten. Obwohl, besser müsste man sagen, den Text der Lieder, denn meistens sangen die Gäste irgendwie ein anderes Lied als die Instrumente spielten. Das war ne spielerische Meisterleitung, weil sie ständig in den Tonarten wechseln mussten damit Musik und Gesang sich wenigstens hin und wieder tangierten. Die wichtigen Sachen konnten wir am letzten Tag noch fest klopfen - Weinberg, große Holzfässer und den Bau einer Hochstraße - denn dass Gelände weicht von der Planung um 22 Meter nach unten ab. Bis das alles geklärt ist, widmen wir uns erst mal dem Weinanbau, passt auch viel besser in diese abgeschiedene Weidelandschaft als so ein blöder Bypass.

Narog! [zum Wohl!]